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Interview mit Robin Haak, Gründer und COO von Jobspotting, der innovativen Job Recommendation Engine

1.
Können Sie Jobspotting kurz vorstellen und Ihre Startup-Idee erklären?

Das Team von Jobspotting

Das Gründerteam von Jobspotting (von links nach rechts: Manuel Holtz, Robin Haak, Jan Backers und Hessam Lavi). Robin Haak ist Mitgründer und COO/MD bei der Jobspotting GmbH, einem Startup mit Fokus auf Jobempfehlungstechnologien. Er ist ein Investor für Haak & Compagnie mit zahlreichen Seed-Investitionen. Vor seiner Tätigkeit für Jobspotting half er, den in Berlin angesiedelten Axel Springer Plug and Play Accelerator aufzubauen. In diesem Kontext war Robin Haak für Nachfolgefonds sowie für das Portfolio und die Operationen des Accelerators verantwortlich. Darüber hinaus umfasste sein Aufgabenfeld Corporate Mergers & Acquisitions bei der Axel Springer AG, Europas führendem digitalen Verlag.

Jobspotting zeigt auf Grundlage der eigenen Fähigkeiten, der Berufserfahrung und dem Ort relevante Stellenanzeigen aus dem gesamten Netz an. Wir starten zunächst mit Stellen aus der IT und dem Marketing in Deutschland und Großbritannien. Weitere Länder und Berufsfelder sind jedoch in Planung. Empfehlungen funktionieren dabei recht einfach. Der Nutzer hinterlegt in seinem Profil Kenntnisse, bisherige berufliche Laufbahn, Erfahrungslevel und Ort der Stelle. Aus über 200.000 Jobs von mehr als 20 Jobportalen wie Monster.de, StepStone und AngelList schlägt Jobspotting daraufhin relevante Stellen vor. Werden Anzeigen als irrelevant markiert, lernt der Algorithmus dazu. So erhält der Nutzer nur noch Stellen, die tatsächlich seinen Fähigkeiten und seiner Erfahrung entsprechen – ein neuer Ansatz, verglichen mit der traditionellen Jobsuche. Mit Hilfe von Daten versuchen wir, die Interessen der Leute zu verstehen. Gleichzeitig wollen wir herausfinden, welche Anforderungen jede Stelle wirklich an die Kandidaten hat. Neben den Jobempfehlungen bietet Jobspotting Artikel und Interviews rund um das Thema Jobsuche und Bewerbung sowie Unternehmensprofile. Abrufen kann man den kostenlosen Service entweder über die Website oder die iPhone-App.

2.
Im Bereich der Jobsuchmaschinen gibt es viel Konkurrenz. Ob beispielsweise StepStone oder Monster, viele Portale haben sich bereits im Kopf der Bewerber/innen fest verankert. Wie setzen Sie sich gegenüber dieser Konkurrenz durch? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Stepstone und Monster sind unsere Partner, so wie über zwanzig weitere und hoffentlich bald noch mehr. Wir aggregieren deren Stellenanzeigen und bieten einen “Single Point of Access”. Das soll dem Jobsuchenden das lästige Suchen im Netz erleichtern. Es gibt allerdings natürlich Konkurrenz. Beispielsweise Indeed, das Google für Jobs. Während Indeed sich auf das Volumen konzentriert, konzentrieren wir uns auf die Relevanz. Wir wollen den Jobsuchenden relevante Jobs anzeigen und nicht viele. Am Ende schaffen wir das durch die Technologie, die die Daten so gut auswertet. Meine drei Mitgründer haben zusammen gerechnet zwanzig Jahre im Google Search Team gearbeitet und zum Glück die Expertise, die es braucht.

3.
Auf Ihrer Webpräsenz befindet sich ein Manifest. Basiert dieses auf eigenen Erfahrungen oder haben Sie das Manifest gemeinsam entwickelt?

Wir glauben, man sollte im Job glücklich sein und man habe ein Recht darauf. Heute wechselt man wesentlich regelmäßiger den Job, als noch vor Jahren und ich finde das ist auch gut so. Es gibt bestimmte Werte, an die wir als Firma und viel mehr als Team glauben. Wir wollen Menschen helfen, einen passenden Job zu finden. Das Manifest steht für das, wofür wir stehen. Ein Wandel in dem Bereich und neue Werte in einer globalen Welt.

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Der Startbildschirm von Jobspotting. Jobspotting ist ein innovatives Jobportal mit neuen Technologien für Job-Matching. Der Suchalgorithmus ist lernfähig und bietet Bewerbern/innen personalisierte Jobangebote anhand vorheriger Wünsche und Eingaben.

Der Startbildschirm von Jobspotting. Jobspotting ist ein innovatives Jobportal mit neuen Technologien für Job-Matching. Der Suchalgorithmus ist lernfähig und bietet Bewerbern personalisierte Jobangebote anhand eigener Wünsche und Suchanfragen.

4.
Das Team von Jobspotting besteht aus acht Personen. Worauf haben Sie bei der Teamzusammenstellung geachtet? Was macht Ihrer Erfahrung nach eine Bewerberin bzw. einen Bewerber wirklich teamfähig?

Wir sind mittlerweile neun Personen und arbeiten hart. Wir haben ein sehr komplementäres Team, haben keine Hierarchien und jeder trägt in seinem Aufgabenbereich zum Erfolg des gesamten Teams bei. Im Gründerteam alleine schon. Manuel macht das Backend, Jan die Daten, Hessam das Produkt und ich die “Zahlen”, haha. Joanna das Machine Learning, Carrie das Magazin, Woj das Design, Isis das Frontend und Jose ist die Schnittstelle. Wir haben darauf geachtet, dass wir Potential eingestellt haben und wir einen langen Weg zusammen gehen werden. Wir wollen das sich alle hier weiterentwickeln und von einander lernen. Ich lerne jeden Tag. Teamfähig wird man durch das Miteinander. Man muss einen Beitrag zum Erfolg leisten und das tut man auch ohne “Visibility” wie man bei Google sagt, wir würdigen auch, wenn ein Entwickler die App 0,0003 Sekunden im Caching schneller macht. Es geht um Respekt und Anerkennung in diesem Miteinander und so entsteht ein Team. Wenn man sich dem anpassen kann und es vielleicht Spaß macht, dann ist man teamfähig.

5.

Startbildschirm von Jobspotting auf dem iPhone

Jobspotting gibt es auch als Mobile Version für das iPhone. Hier sehen Sie den Startbildschirm. Sie müssen nur noch Ihre Wunschstelle über das Suchfeld eingeben.

Wie sieht für Sie eine gelungene Bewerbung aus? Was ist Ihrer Meinung nach der größte Fehler, den Bewerber/innen machen können? Was betrachten Sie hingegen als besonders positiv?

Eine kurze Mail, die zeigt, dass man sich mit der Thematik auseinander gesetzt hat. Ein Anschreiben ist nicht nötig. Einen Lebenslauf dabei und ein paar Links zu spezialisierten Seiten; je nachdem, bei Design beispielsweise Behance oder Dribbble. Ich muss sehen das jemand brennt, engagiert ist, es wirklich will.
Rechtschreibfehler sind immer ungünstig. Am schlimmsten ist aber, wenn ich merke, dass es nur eine von 20 Bewerbungen ist, die heute rausgesandt wurden.
Positiv ist immer, wenn man ein wenig mehr macht, als man muss und man Feedback an Stellen gibt und auf Probleme oder Fehler stößt, die wir nicht gesehen haben. Wir lieben konstruktives Feedback. Es muss dann eben nur auch Gutes sein. 🙂

6.
Gibt es schon konkrete Pläne für die Zukunft, wie es mit Jobspotting weitergehen soll?

So vielen Menschen wie möglich einen relevanten Job zeigen und sie glücklich machen. Wenn das klappt, dann in weitere Länder expandieren. Vielleicht Firmenprofile ausbauen und die Datensätze aufbessern. Noch relevanter, noch informativer, noch spielerischer und dann eben internationaler.

Dieses Interview mit Robin Haak, Gründer und COO von Jobspotting wurde von Till Tauber, dem Bewerbungsschreiber aus dem Raum Köln / Bonn geführt. Folgen Sie ihm auf Google+.

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