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Dipl.-Ing. Till Tauber MBA

Bundeswehr Ausbildung: Lohnt sich eine Ausbildung bei der Bundeswehr?

Ausbildung bei der Bundeswehr

Für eine Ausbildung bei der Bundeswehr müssen Sie sich nicht immer als Soldat verpflichten. Sie können in vielen technischen Berufen auch als Zivilist eine Ausbildung beim Bund absolvieren.

„Eine Ausbildung bei der Bundeswehr?!“, „Welche Vorteile bietet die Bundeswehr als Ausbildungsbetrieb?“ und „Bin ich als Auszubildende/r dann Soldat?“: Diese und weitere Fragen stellen sich viele baldige Schulabgänger/innen, wenn sie zum ersten Mal hören, dass es bei der Bundeswehr Ausbildungsstellen gibt. Doch, die Bundeswehr ist ein Ausbildungsbetrieb und bietet an diversen Standorten verschiedene Ausbildungsgänge an. Es handelt sich dabei um Ausbildungswerkstätten, die entsprechenden Bundeswehrverbänden zugeordnet sind und in Bundeswehrliegenschaften beheimatet sind. In diesem Artikel werden einige der wichtigsten Fragen rund um die Ausbildung bei der Bundeswehr beantwortet.

Bundeswehr Ausbildung – Hinweis Nr. 1: Welche Ausbildungsberufe bietet die Bundeswehr an?

Die Bundeswehr hat natürlich ein Interesse daran, stets neues Personal rekrutieren zu können und früh junge Menschen mit vielversprechenden Fähigkeiten und einem hohen Ausbildungsstand für sich zu gewinnen. Das Ausbildungsangebot der Bundeswehr kann als eine solche Personalgewinnungsmaßnahme gesehen werden. Dies zeigt sich vor allem an den möglichen Ausbildungsberufen: Alle sind technischer Natur und haben einen direkten Bezug zu den Waffensystemen der Bundeswehr. Aktuell bietet die Bundeswehr folgende Ausbildungsrichtungen an:

  • Feinwerkmechaniker
  • Industriemechaniker
  • Fluggerätmechaniker
  • Elektroniker
  • Mechatroniker
  • Kfz-Mechatroniker
  • Technischer Zeichner
  • Fachinformatiker
  • Systeminformatiker

Zusätzlich gibt es in einigen dieser Ausbildungsberufe Spezialisierungsmöglichkeiten, beispielsweise die Fluggerätmechanikerausbildung – entweder für Instandhaltung oder für das Triebwerk. Im Allgemeinen haben Sie bei der Bundeswehr ein breit gefächertes Angebot an technischen Ausbildungsberufen.

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Bundeswehr Ausbildung – Hinweis Nr. 2: Wo kann ich die Ausbildungen absolvieren?

Nicht jede Ausbildung wird an jeder Ausbildungswerkstatt der Bundeswehr angeboten. Teilweise sind es nur ein bis zwei Ausbildungsberufe, welche an einer spezifischen Ausbildungswerkstatt gelehrt werden. So werden Sie beispielsweise die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker an einem Standort der Luftwaffe absolvieren. Dies kann dazuführen, dass Sie Ihre Wunschausbildung nur an einem weit entfernten Standort machen können. Die Ausbildungswerkstätte der Bundeswehr sind weit verstreut und liegen oftmals in ländlichen Gegenden, entsprechend den betreuenden Einheiten.

Anbei einer Liste der Ausbildungswerkstätten der Bundeswehr nach Bundesland sortiert.

Bei der Bundeswehr gibt es viele Ausbildungsplätze für die verschiedensten technischen Berufe.

Die Bundeswehr ist ein sehr vielfältiger Arbeitgeber. Ihnen stehen zahlreiche Ausbildungsgänge zur Auswahl.

Baden-Württemberg

Neckarzimmern (Elektroniker)

Bayern

  • Erding (Elektroniker & Fluggerätmechaniker)
  • Hammelburg (Kfz-Mechatroniker & Industriemechaniker)
  • Kaufbeuren (Fluggerätmechaniker & Elektroniker)
  • Lechfeld (Elektroniker & Fluggerätmechaniker)
  • Manching (Elektroniker & Fluggerätmechaniker)
  • Penzing (Elektroniker)

Brandenburg

  • Doberlug-Kirchhain (Kfz-Mechatroniker)
  • Holzdorf (Elektroniker)

Nordrhein-Westfalen

  • Aachen (Elektroniker & Kfz-Mechatroniker)
  • Jülich (Kfz-Mechatroniker)
  • Nörvenich (Kfz-Mechatroniker)
  • Rheine (Fluggerätmechaniker)

Niedersachsen

  • Bückeburg (Fluggerätmechaniker)
  • Faßberg (Fluggerätmechaniker)
  • Hesedorf (Kfz-Mechatroniker)
  • Meppen (Industriemechaniker & Mechatroniker & Elektroniker)
  • Munster (Kfz-Mechatroniker)
  • Weener (Mechatroniker, Elektroniker & Fachinformatiker)
  • Wilhelmshaven (Elektroniker, Mechatroniker & Industriemechaniker)
  • Wittmund (Elektroniker)

Mecklenburg-Vorpommern

  • Drögeheide (Kfz-Mechatroniker)
  • Trollenhagen (Elektroniker)

Rheinland-Pfalz

  • Bad Bergzabern (Elektroniker)
  • Büchel (Fluggerätmechaniker & Elektroniker)

Saarland

  • Sankt Wendel (Kfz-Mechatroniker & Feinwerkmechaniker)

Schleswig-Holstein

  • Eckernförde (Elektroniker)
  • Flensburg (Elektroniker)
  • Husum (Fluggerätmechaniker & Elektroniker)
  • Kiel (n.b.)
  • Leck (Elektroniker)

Bundeswehr Ausbildung – Hinweis Nr. 3: Was spricht für eine Ausbildung bei der Bundeswehr?

Zivile Ausbildung bei der Bundeswehr

Die Bundeswehr bietet an vielen Standorten interessante Ausbildungsmöglichkeiten für technische Berufe an. Unter Umständen sind jedoch die Standorte sehr unattraktiv.

Die Ausbildung erfolgt durch hauptamtliche Ausbildungsbetreuer, welche meist viel Erfahrung im entsprechenden Beruf haben und sich voll und ganz um die Ausbildungsbetreuung bei der Bundeswehr kümmern können. Zudem ist die Bundeswehr im Wesentlichen ein „großer Betrieb“ mit vielen interessanten technischen Geräten, Waffensystemen und Gebäudetechnik. Als Technikinteressierte/r findet man täglich genügend Anreize, um der Begeisterung für verschiedene Technologien nachgehen zu können. Oftmals werden auch im Vorfeld Praktika für Schüler/innen angeboten, damit man schauen kann, ob einem eine Ausbildung bei der Bundeswehr zusagt. Ein solches Praktikum ist als sinnvoll einzustufen, und Sie sollten davon Gebrauch machen, wenn Sie eine Ausbildung bei der Bundeswehr antreten möchten.

Bundeswehr Ausbildung – Hinweis Nr. 4: Welche Nachteile könnte eine Ausbildung mit sich bringen?

Nicht alles ist Gold, was glänzt – dies gilt natürlich auch für die Ausbildung bei der Bundeswehr. Als Voraussetzung müssen Sie einen Realschulabschluss mitbringen und auch bereit sein, Ihre Ausbildung an einem weit entfernten Standort anzutreten. Viele der Ausbildungsstätten liegen ungünstig in eher ländlichen Regionen gelegen, wo das Freizeitangebot am Wochenende weniger abwechslungsreich ist. Natürlich können Sie sich so voll und ganz auf Ihre Ausbildung konzentrieren, doch für viele junge Menschen ist das Drumherum einer Ausbildung ebenfalls sehr wichtig. Zudem bleibt die Bundeswehr in einigen Bereichen einen Schritt hinter den Möglichkeiten der freien Industrie zurück, welche stets Nutzer der neuesten Innovationen ist und sie als Auszubildende/r daran teilhaben lassen kann. Ferner müssen Sie sich auch darum im Klaren sein, dass die Bundeswehr Sie eventuell für eine Verpflichtung als Soldat/in auf Zeit nach dem erfolgreichen Abschluss abwerben möchte. Dies kann unter Umständen weitreichende Folgen für Sie haben. Die Vor- und Nachteile werden in einem allgemeinen Artikel über die Bewerbung bei der Bundeswehr beschrieben.

Tipps und Hinweise zum Lebenslauf und zum Anschreiben für die Ausbildung bei der Bundeswehr.

Machen Sie mit Ihren Bewerbungsunterlagen eine „Punktlandung“! Mit den richtigen Tipps vermeiden Sie die typischen Bewerbungsfehler.

Bundeswehr Ausbildung – Hinweis Nr. 5: Das Fazit.

Mit Sicherheit stellt das Ausbildungsangebot der Bundeswehr eine attraktive Auswahl an technischen Ausbildungsberufen zur Verfügung. Der Einsatz von hauptamtlichen Ausbildern und das Vorhandensein von vielen verschiedenen Technologien an den Bundeswehrstandorten haben mit Sicherheit einen gewissen Reiz. Doch müssen Sie hierfür unter Umständen Ihre Ausbildung an einem örtlich unattraktiven Standort machen, welcher weit entfernt der nächsten größeren Stadt liegt. Auch die von der Bundeswehr eingesetzte Technik ist nicht immer auf dem neuesten Stand – viele Waffensysteme sind bei weitem älter als die Nutzer, und innovative Technologien finden mittlerweile zuerst Ihren Einsatz in der zivilen Wirtschaft. Wenn Sie damit gut klarkommen und sich dessen bewusst sind, kann die Ausbildung bei der Bundeswehr ein ansprechender Einstieg in die Berufswelt sein.

10 Bewerbungstipps für die Ausbildung bei der Bundeswehr!

  1. Ihre Bewerbung für eine Ausbildung bei der Bundeswehr muss ein Bewerbungsanschreiben, einen Lebenslauf sowie das letzte Schulzeugnis in Kopie beinhalten.
  2. Wenn Sie minderjährig sind, benötigen Sie dazu noch eine unterschriebene Einverständniserklärung Ihrer Erziehungsberechtigten.
  3. Wenn Sie über weitere Zeugnisse (z. B. von Praktika) verfügen, sind diese ebenfalls mit einzureichen.
  4. Halten Sie sich an die Größenbeschränkungen: Eine DIN A4-Seite für das Anschreiben und maximal zwei DIN A4-Seiten für den Lebenslauf.
  5. Erstellen Sie am besten Ihren Lebenslauf, bevor Sie mit dem Verfassen Ihres Anschreibens beginnen.
  6. Nutzen Sie für Ihren Lebenslauf einen tabellarischen und antichronologischen Aufbau.
  7. Bauen Sie Ihr Bewerbungsanschreiben wie einen typischen Geschäftsbrief auf (Kopfzeile, Adressat, Ort und Datum, Betreffzeile, Anrede, Haupttext, Grußformel, Unterschrift und Name, ggf. Verweis auf Anlagen).
  8. Vergessen Sie nicht, den entsprechenden Referenzcode für die Ausbildungsstelle im Bewerbungsanschreiben (z. B. in der Betreffzeile) aufzuführen.
  9. Schreiben Sie das Bewerbungsanschreiben immer aus einer positiven Perspektive heraus und verzichten Sie darauf, Negatives zu thematisieren.
  10. Erläutern Sie, warum die Bundeswehr Ihr Wunscharbeitgeber ist und warum Sie sich dort für eine Ausbildung bewerben.

Verwenden Sie für die Onlinebewerbung (Upload über das Kandidatenprofil) ausschließlich PDF-Dateien Ihrer Bewerbungsunterlagen. Andere Dateiformate sind wenig geeignet für den Bewerbungskontext.

Ausbildung bei der Bundeswehr: Vermeiden Sie die typischen Fehler in der Bewerbung!

Im Hinblick auf die Bewerbung gibt es eine Vielzahl an Fehlern, die man leicht machen kann, wenn man sich vorab nicht richtig informiert. Damit Ihnen das nicht auf dem Weg zur Ausbildung bei der Bundeswehr passiert, haben wir Ihnen die typischen Fehler zusammengefasst, die in der Praxis immer wieder zu beobachten sind.

10 typische Bewerbungsfehler

Bewerbungshilfe für den Ausbildungsplatz bei der Bundeswehr erhalten Sie beim TT Bewerbungsservice.

Beim TT Bewerbungsservice können Sie Ihre Bewerbung professionell schreiben lassen. Nutzen Sie diese Chance für einen Ausbildungsplatz bei der Bundeswehr.

  1. Die Bewerbungsunterlagen sind zu kurz oder zu umfangreich.
  2. Es finden sich Fehler in Bezug auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung, die prinzipiell leicht zu vermeiden sind.
  3. Die Adresse im Anschreiben ist falsch oder nicht korrekt geschrieben.
  4. Es wird die falsche Anrede gewählt – oder der Name des Ansprechpartners wird fehlerhaft geschrieben.
  5. Der Lebenslauf enthält zeitliche Lücken und wirft Fragen auf, die weder durch die Anlagen noch durch das Anschreiben geklärt werden.
  6. Das Anschreiben basiert auf einem Bewerbungsmuster und entwickelt daher zu wenig Aussagekraft.
  7. Die Bewerbung lässt keine Individualität oder Auseinandersetzung mit dem Ausbildungsbetrieb Bundeswehr erkennen.
  8. Es finden sich negative Aussagen im Lebenslauf oder im Bewerbungsanschreiben.
  9. Der gewählte Schreibstil passt nicht zu Ihnen oder zu der Ausbildungsstelle bei der Bundeswehr.
  10. Sie bewerben sich bei der Bundeswehr, obwohl Sie die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen.

Die typischen Bewerbungsfehler lassen sich in der Regel vermeiden. Dazu ist es sinnvoll, die eigenen Bewerbungsunterlagen für die Bundeswehr mehrmals Korrektur zu lesen und von einer anderen geeigneten Person überprüfen zu lassen, bevor man diese verschickt.

Dieser Artikel zum Thema „Bundeswehr Ausbildung“ stammt von Dipl.-Ing. Till Tauber MBA, dem professionellen Bewerbungsschreiber aus der Region Hannover / Braunschweig. Folgen Sie ihm auf Google+.

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